Weekly Newsletter

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Geld regiert die Welt. Und die Finanzpolitik treibt die Märkte seit einiger Zeit. Seit der Finanzkrise fluten Zentralbanken überall auf der Welt die Märkte mit Geld. Momentan dominieren EZB und US Fed die Schlagzeilen. Auf den ersten Blick scheint es als verfolgen sie gegensätzliche Ziele. Die EZB steigert ihr Stimulus-Programm während die US Fed bei der nächsten Konferenz (15. -16. Dez.) höchstwahrscheinlich die Zinsens erhöht. Das wäre die erste Anpassung seit Dezember 2008 und die erste Erhöhung seit 2006.

 

Um sich ein Bild machen zu können lohnt sich ein Blick auf die 10-Jahres-Grafiken der Bilanzen von beiden Zentral Banken. Sehen Sie dazu unseren Chart des Tages. Da beide Banken ihren Leitzins auf null gesenkt haben, sind deren Anleihen-Kaufprogramme zu den bevorzugten Instrumenten geworden, was sich in aufgeblähten Bilanzen zeigt. Während der Finanzkrise galt der Kauf von Bank- und Staatsanleihen als ungewöhnliche Maßnahme. Obwohl Zentralbanken nicht dazu bestimmt sind, Staaten zu finanzieren, wird es seit einiger Zeit auf der ganzen Welt so gemacht. Der US Fed hat seine Bilanz nach der Finanzkrise 2008/9 verdoppelt. Die meisten Ökonomen prophezeien negative Begleiterscheinungen wie rasche Inflation. Bis jetzt haben wir noch keine Inflation der Löhne, Verbraucherpreise oder Erzeugerpreise – wohl aber niedrige Arbeitslosenraten in führenden Ländern wie den USA oder Deutschland, was sehr willkommen ist.

 

Wir sehen allerdings eine Vermögensinflation. Viele Investoren sehen sich gezwungen Risiken einzugehen, da sie keine sicheren Renditen finden können. Aber wohin führt uns das? Zur Zeit sind die meisten Staaten zufrieden da sich die negativen Begleiterscheinungen in Grenzen halten. Die EZB gibt Gas und könnte gezwungen sein so weiter zu machen wenn sie nicht an ihrem schwächsten Glied brechen will. Die US Fed-Blianz stagniert seit ungefähr ein Jahr nach vielen Jahren als Vorreiter – siehe Chart. Es ist aber noch kein Umschwung, nicht einmal eine Verlangsamung in Sicht. Eine Tariferhöhung würde aus zwei Gründen Sinn ergeben. Erstens, sie unterstützt die Glaubwürdigkeit, da der Zinsschritt für heuer angekündigt war. Zweitens, es macht den Anschein zurück zur Normalität zurückzukehren, was laut Yellen ein Grund zum Stolz sein soll. Also ja, wir stimmen erstmals zu, dass da ein kleiner Zins-Schritt getan wird, jedoch sehen Erwin Lasshofer und sein INNOVATIS Team keine Trendwende.

 

 

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Chart

 

 

 

 

 

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